Der Verfasser des “Cai Gen Tan” hat in den chinesischen Geschichtswerken kaum Spuren hinterlassen. Bekannt ist, daß sein Leben in die Wanli-Periode (1572-1620) der Ming-Dynastie fällt.
Er tritt im berühmtesten Verzeichnis chinesischer Schriften aus der Kaiserzeit, dem Siku-Katalog, als Verfasser des “Xian Fo Qi Cong” auf, einer Abhandlung über die “Denkwürdigen Lebensspuren daoistischer Heiliger und Buddhas”, dessen Erscheinen auf das Jahr 1602 datiert wird. In diesem Werk werden Leben und Taten von 63 daoistischen Weisen sowie 19 indischen Buddhas dargestellt.
Hong Ying-Ming ist somit wohl als Verfasser religiöser Werke anzusprechen.
Vom Inhalt der oben erwähnten Schrift läßt sich auf einen eklektischen Ansatz Hongs schliessen, der sich auch im Cai Gen Tan findet. Gleichberechtigt stehen daoistische, konfuzianische und buddhistische Ansätze neben-einander (Vgl. Konfuzianismus als Religion).
Über seinen tatsächlichen Lebenswandel ist nichts bekannt.
Zu posthumem Ruhm ist Hong Ying-Ming erst als Verfasser des Cai Gen Tan gekommen.
*Vgl. Dictionary of Ming Biography, S. 678f.
Erling Weinreich, 1999.
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